Ofenschlupfer

Es gibt Rezepte, die sind superlecker, aber nicht wirklich fotogen. Lasagne gehört dazu. Und – eben – der Ofenschlupfer. Trotzdem habe ich mich entschlossen, das Rezept zu veröffentlichen – es wäre zu schade, wenn es in Vergessenheit gerät.

Für mich ist der Ofenschlupfer eine Kindheitserinnerung – Freitags im Herbst, wenn die Äpfel aufgelesen wurden, gabs Ofenschlupfer zum Mittagessen.

Dann, später, war der Ofenschlupfer eine leckere Resteverwertung für altes, hartes Brot. Und heute? Heute ist es ein Heimwehessen.

Zutaten pro Person für ein Mittagessen (für einen Nachtisch empfehle ich höchstens die halbe Menge pro Person)

2 kleine Äpfel
ein paar dünne Scheiben trockenes Brot
1 kleines Ei
ca 100 ml Milch oder Rahm
1/2 Esslöffel Zucker
etwas Zimt
1 Prise Salz

Zubereitung:

Die Äpfel vierteln, schälen, das Kerngehäuse entfernen, und in Scheibchen schneiden.
Das Ei mit der Milch verklappern, Zucker, Zimt und die Prise Salz einrühren.
Eine feuerfeste Form fetten, und abwechselnd Brot und Äpfel schichten – Brot, Äpfel, Brot, Äpfel, und mit einer Lage Brot abschliessen.

Die Ei-Milch-Mischung gleichmässig drübergiessen.

Bei 175°C für 25-30 Minuten in den Ofen, und goldbraun backen. Danach aus dem Ofen holen, und ca 15 Minuten abkühlen und stocken lassen.

schwäbischer Ofenschlupfer

Superlecker dazu ist ein Glas kalte Milch oder Schoggi.

Als Dessert lässt sich der Ofenschlupfer schön im Glas schichten, eine Kugel Vanilleglacé dazu – warm und kalt, lecker, aber nicht unbedingt ein leichter Nachtisch 😉

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